
Feuerwerk im Weißdornweg
Wir Ravensteiner Sozialdemokraten wollen uns weiter entwickeln
Im Neckar-Odenwald-Kreis haben wir Ravensteiner Sozialdemokraten durch unsere erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr auf uns aufmerksam gemacht. Das Jahr 2009 war für unseren Ortsverein außerordentlich erfolgreich. Als Ortsvereinsvorsitzender bin ich zwar sehr zufrieden über diese Entwicklung aber wir stehen erst am Anfang.
Ein Rückblick: Wir sind bei den Kommunalwahlen im Juni 2009 in Ravenstein erstmals seit Bestehen unseres Ortsvereins mit einer eigenen SPD-Liste angetreten. Dabei haben wir drei Ortschaftsratsmandate, zwei in Hüngheim und einen in Merchingen, erobert. Besonders erfreulich ist dabei auch, dass wir einen Sitz im Ravensteiner Stadtrat bekommen haben. Damit sind wir in Ravenstein zur zweiten aktiven politischen Kraft aufgestiegen. Natürlich gab es in der Vergangenheit schon Sozialdemokraten im Stadtrat von Ravenstein, aber immer auf Listen der „Freien Wähler“ aber das ist auch schon eine Weile her. Es gehörte schon eine Portion Mut dazu diesen Schritt zu wagen, weil uns das keiner zugetraut hat. Nebenbei sind die Mitgliederzahlen unseres Ravensteiner Ortsvereins auch erheblich gewachsen, wir verzeichnen einen Mitgliederzuwachs von über 50 Prozent.
Im Kreisvorstand haben wir unsere Positionen ebenfalls stark verbessert. So ist zum Beispiel Kai Gräf zum Juso-Kreisvorsitzenden gewählt geworden. Ich selbst bin weiterhin Kreisvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) im Neckar-Odenwald und als Beisitzer im Kreisvorstand aktiv. Als Delegierter habe ich auf dem letzten Landesparteitag in Karlsruhe aktiv an der Wahl des neuen Landes-vorsitzenden Nils Schmid teilgenommen.
Unsere Veranstaltungen im vergangenen Jahr im Merchinger Schloss mit der Bundestagskandidatin Gabriele Teichmann als Wahlauftakt und mit der stellvertretenden SPD Landesvorsitzenden, Hilde Mattheis als Kandidatin für den Landesvorsitz waren tolle Erfolge. Soviel prominente SPD-Präsenz hat es in Ravenstein wohl noch nicht gegeben. Wir können auf diese Bilanz aufbauen, nicht mehr und auch nicht weniger. Die SPD hat auf Bundesebene eine selbstverschuldete herbe Wahlniederlage zu verkraften. Wir sehen aber darin eine Chance für eine Neuausrichtung unserer Politik die vom Bürger bei der Bundestagswahl abgestraft wurde.
Den Gürtel enger schnallen. Durch meine erstmalige Berufung in den Gemeinderat standen für mich die Schulungen im Vordergrund. Welche Rechte und Pflichten haben Volksvertreter überhaupt, das war wichtig und notwendig. An Tagesseminaren über das Kommunal-, Bau- und Planungsrecht und über das Finanzwesen habe ich teilgenommen. Ich konnte mit einer Ausnahme an allen Sitzungen des Ortschafts- und Gemeinderats teilnehmen und an wichtigen Entscheidungen mitwirken. Das Finanzjahr 2010 wird nicht nur für Ravenstein aus finanzieller Sicht ein Problemjahr. Die finanziellen Spielräume sind so bescheiden, dass man sich lediglich auf die Pflichtaufgaben beschränken muss. Auch das kommende Jahr wird ein Fiasko, wenn sich die Lage nicht bessert. Nicht einmal die Rekord-Pro-Kopf-Verschuldung von 1550.- €uro pro Einwohner lässt sich verhindern. Mit dieser Neuverschuldung liegt Ravenstein nicht nur an der Spitze der Wasser- und Abwassergebühren im Kreis sonders auch mit der Pro-Kopf-Verschuldung. Keine schönen Aussichten für die Zukunft der Stadt Ravenstein.
Zielsetzung 2010: Für dieses Jahr planen wir Ziele, die wir im Ortsverein gemeinsam beraten wollen. Die Jahreshauptversammlung unseres Ortsvereins im Ersten Quartal soll die Richtung für weitere Arbeit stellen. Neben den Vorstandwahlen und der Eingliederung neuer Mitglieder, wollen wir sozialdemokratische Kernthemen aufgreifen und vermitteln. Die Daseinsvorsorge in unserer Gemeinde muss weiter stabil gehalten werden: die ärztliche Versorgung wird in der Zukunft immer wichtiger, die Grundversorgung von Lebensmittel, Brot und Fleischwaren muss erhalten bleiben. Die Bürger sind aufgerufen, die Läden im Ort zu unterstützen damit sie uns erhalten bleiben. Die Probleme der Vereine soll von uns hinterfragt werden, wo können wir Unterstützung leisten. Was können wir für unsere älteren Mitbürger tun? Viele Fragen für die wir Lösungen brauchen. Ein lang angestrebtes Ziel eines politischen Stammtisches ist immer noch Wunschdenken und konnte mangels Interesse bisher noch nicht umgesetzt werden. Der „Ravensteiner Bote“ als Internetzeitung soll wieder aktiviert werden und die Mitarbeit an eine gemeinsame Zeitung mit dem Ortsverein Osterburken „Rotkehlchen“ soll umgesetzt werden. Wir wollen unsere Position als SPD in Ravenstein weiter ausbauen und unseren Bürgerinnen und Bürgern eine Alternative bieten.
Hartmut Laser (OV-Vorsitzender)
