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Wie geht es weiter?

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Wie geht es weiter in Ravenstein?

Am 29. Februar 2012 endete die 16-jährige Amtszeit von Horst Weber, der am 4. Dezember 2011 bei den Bürgermeisterwahlen in Ravenstein mit nur 46,5 Prozent der Wählerstimmen nicht wieder gewählt wurde. Neuer Bürgermeister ist Hans-Peter von Thenen. Für den 42 Jahre alten Finanzwirt aus Mauer bei Heidelberg stimmten 52,63 Prozent der Wähler.

Woran hat es denn gelegen das ein Amtsinhaber nach 16 Jahren erfolgreicher, aufopferungsvoller Arbeit von den Bürgern keine Anerkennung für seine Tätigkeit bekommen hat, fragt man sich. Wie geht es weiter in Ravenstein ohne das Aushängeschild vom „singenden Bürgermeister Horst Weber“? Geht Ravenstein jetzt unter?

Viele Fragen über die hier nur spekuliert werden kann. War denn der Herausforderer so überzeugend das der Amtsinhaber auf verlorenen Posten stand? Oder konnte Horst Weber seine Bürger im Wahlkampf nicht mitnehmen weil sich die Wähler an den Ecken und Kanten die er sich selbst zuschreibt, gestoßen haben? In den Ortsteilen Oberwittstadt, Ballenberg und Hüngheim hat Horst Weber die Wahl klar verloren, auch in Merchingen konnte er die Bürger nur knapp hinter sich bringen. Dafür muss es Gründe geben, die nicht alleine beim Wähler zu suchen sind.

Wie geht es jetzt weiter in der 40-jährigen Geschichte von Ravenstein? Der 40. Geburtstag der Stadt sollte im Dezember in Oberwittstadt groß gefeiert werden, das Festprogramm stand bereits. Einige Tage nach der Bürgermeisterwahl wurde die Veranstaltung kurzfristig abgesagt, die Begründung war dürftig. Viele Bürger haben das nicht verstanden, der Gemeinderat hatte keine Möglichkeit dazu Stellung zu nehmen. Man muss die Absage der Geburtstagsfeier wohl als Frustaktion auf das Wahlergebnis deuten. Auch den Rücktritt eines Ortsvorstehers mit der Begründung über die Enttäuschung des Wahlergebnisses hat keiner wirklich verstanden.

Es gibt offene Baustellen in Ravenstein, die dem Nachfolger Hans-Peter von Thenen vielleicht den Schweiß auf die Stirn treiben müsste. Ein verabschiedeter Haushalt mit einer Schuldenneuaufnahme von € 522.000,- , ein unvollendetes Kindergartenkonzept das weitere Kosten von mindestens zusätzlichen € 100.000,- verbirgt, ein angestoßenes Nahwärmenetz das im kommenden Winter eingeschaltet werden soll, die gesplitteten Abwassergebühren die eingeführt werden, die Neuvergabe der Fischereirechte die mehrmals vertagt wurde und offene Wünsche wie den Endausbau der Akazienstraße die viel Geld kosten. Keine leichte Aufgabe für einen Bürgermeisterneuling, der versprochen hat sich zu bemühen um diese Aufgaben zu erfüllen. Die Prokopfverschuldung steigt weiter, zusätzliche Einnahmequellen könnten im Bereich erneuerbare Energie geschaffen werden.

Wie viel Zeit lässt man den neu gewählten Bürgermeister um sich einzuarbeiten und bekommt er die dringend notwendige Unterstützung der Verwaltung, des Gemeinderats und der Bevölkerung? Schwierige Fragen die wir heute noch nicht beantworten können. Offensichtlich wollen die Ravensteiner Bürger eine Veränderung in der Stadtführung und Veränderungen in den Strukturen oder den handelnden Personen. Wir Sozialdemokraten haben das verstanden und werden den neu gewählten Bürgermeister nach Kräften unterstützen. Hans-Peter von Thenen ist parteilos, das kann ein Vorteil sein weil er sich den verschlackten Strukturen nicht angleichen muss. Der Start des neuen Bürgermeisters ist vielversprechend. Er ist offen für neue Ideen, es könnte Veränderungen geben die für die Stadt von Vorteil sein könnten. Die Ortsteile arbeiten nach unserer Auffassung noch zu sehr an den eigenen Fleischtöpfen, die Stadt Ravenstein sollte mehr in den Vordergrund gesetzt werden. Davon haben alle etwas.

Ich sage: „Es geht weiter in Ravenstein, so oder so“.

Hartmut Laser, OV-Vorsitzender