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Leiharbeit und Mindestlohn

Presseecho


Mißbrauch bei Leiharbeit unterbinden!

SPD will Spielregeln für Zeitarbeit

Frankfurt. Die SPD und die IG Metall wollen dafür sorgen, dass bei der Leih- und Zeitarbeit "anständige Spielregeln gelten". Das sagte der SPD-Vorsitzende Kurt Beck nach einem Treffen des Parteipräsidiums mit der IG-Metall-Spitze am Montag in Frankfurt.

IG-Metall-Chef Berthold Huber meinte, Zeitarbeit werde "in vielen Bereichen missbraucht, um Stamm-Arbeitsplätze zu verdrängen". Mit den Sozialdemokraten sei er sich einig, "dass hier Handlungsbedarf besteht". Das Prinzip "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" müsse gelten. Huber schlug vor, die Zeitarbeit in das Entsendegesetz aufzunehmen.
VON PITT VON BEBENBURG

Leiharbeit scheint ein neuer Sklavenmarkt in Deutschland zu werden..
Leiharbeitnehmer machen die gleiche Arbeit für wesentlich weniger Geld. Sie sind trotzdem nicht billiger, weil die Verleiherfirmen kräftig zulangen. Die Arbeitnehmer haben nur wesentlich schlechtere (wenn überhaupt) Rechte.
Die Zeitarbeit hat die hohen Gewinne der Wirtschaft und gleichzeitig den Beschäftigungsabbau der letzten Jahre verstärkt. Dieses Flexibilisierungsinstrument hat vielen Arbeitnehmern die Arbeitslosigkeit oder prekäre Arbeitsverhältnisse in Zeitarbeitsunternehmen beschert. Die Standortsicherung der Unternehmen – durch Einsatz von modernen Leihsklaven - garantiert den Arbeitnehmern schon seit einigen Jahren keinen sicheren Arbeitsplatz mehr - jüngstes Beispiel Nokia!

Die aktuellen Forderungen, die Liberalisierung der Zeitarbeitsbranche wieder zurückzunehmen und ihren Einsatz gesetzlich zu beschränken, entstammen der Erkenntnis, dass keine Existenzsichernden Arbeitsplätze mit Zeitarbeit geschaffen werden können.

Jeder fünfte Ostdeutsche bekommt weniger als den Mindestlohn
Neuer Zündstoff für die Mindestlohn-Debatte: Laut einer Studie verdient fast jeder Fünfte in Ostdeutschland weniger als 7,50 Euro die Stunde. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle, das die Studie durchführte, lehnt eine Lohnuntergrenze dennoch ab - die Folgen wären "völlig unklar".
Halle - Der von der SPD angestrebte Mindestlohn würde breite Schichten der Arbeitnehmer erfassen: Laut einer Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) verdienten 2006 fast 20 Prozent der Angestellten in Ostdeutschland weniger als 7,50 Euro die Stunde. In Westdeutschland sei es jeder Zwölfte gewesen, teilte das IWH mit.

Faire Löhne auch im Niedriglohnbereich

Jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland arbeitet im Niedriglohnbereich, die Mehrzahl Frauen. Die Lohnspreizung hat in Deutschland in den vergangenen Jahren zugenommen. Viele Menschen werden nicht fair bezahlt und erzielen kein Einkommen, das ihren Lebensunterhalt sichert. Derzeit sind rund 738.000 sozialversicherungspflichtig

beschäftigte Menschen in Deutschland auf ergänzende öffentliche Unterstützung durch das Arbeitslosengeld II angewiesen.

Dumpinglöhne führen dazu, dass der Staat dauerhaft einen Teil der Löhne zahlt. Aufgrund dieser Fehlentwicklung werden bereits heute jährlich rund 1,5 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt im Bereich der Grundsicherung (SGB II) an berufstätige Bürgerinnen und Bürger gezahlt. Das kann noch mehr werden. Völlig aberwitzig sind vor diesem Hintergrund Vorschläge, die allen Grundsätzen der Marktwirtschaft widersprechende Situation durch ein sogenanntes Mindesteinkommen auf Dauer festzuschreiben. Wenn nichts geschieht, könnten in wenigen Jahren ein bis zwei Millionen Beschäftigte ergänzende Leistungen beziehen. Eine solche Entwicklung ließe sich - einmal eingetreten - nur sehr schwer rückgängig machen. Deshalb muss jetzt gehandelt werden.