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Arbeitskampf im öffentlichen Dienst

Pressemitteilungen

Beschäftigte kann man nicht mit einem Nasenwasser abspeisen
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AfA- Chef Udo Lutz kritisiert öffentliche Arbeitgeber
Scharfe Kritik hat die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) an den öffentlichen Arbeitgebern geübt. Deren starre Haltung sei völlig unverständlich und behindere den Weg zu einer Einigung im schwelenden Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes, sagte AfA- Landeschef Udo Lutz dazu heute in Stuttgart. „Wer die Beschäftigten nach Jahren mit spürbaren Reallohnverlusten und massiven Einschnitten in Sozialleistungen mit einem Nasenwasser abspeisen will, braucht sich über die Reaktionen nicht wundern“.
Lutz zeigte gleichzeitig „volles Verständnis“ für die Warnstreiks der Dienstleistungsgewerkschaft verdi. „Was die Arbeitgeber den Beschäftigten bisher angeboten haben ist nichts weiter als eine Mogelpackung. Obwohl die Kassenlage bei Bund, Ländern und Kommunen dramatisch verbessert hat, mauern sie als Arbeitgeber wenn es darum geht, den Beschäftigten angemessene Entgeltsteigerungen zu geben“, so Lutz.
Schließlich hätten auch die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes mit gestiegenen Steuern und höheren Lebenshaltungskosten, z. B. durch gestiegene Energiepreise, zu kämpfen. „Da ist es doch mehr als verständlich, wenn nach Jahren ohne ordentliche Lohnsteigerung endlich ein Ausgleich gefordert wird. Deshalb halte ich die 8 Prozent Forderung keineswegs für Überzogen, sondern für gerechtfertigt“.

Kommentar:
Hallo Herr Schäuble, auch Ihnen muss einmal gesagt werden, dass Sie irgendwie die Lage der Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst als Dienstherr nicht verstanden haben.
Ihr Angebot von fünf Prozent verteilt auf zwei Jahre ist ein wirklicher Hohn. Sie selbst haben die Erhöhungen der Diäten der Abgeordneten von fast 10 Prozent ohne murren aus dem Steuersäckle zugestimmt, natürlich auch auf zwei Jahre verteilt.
Wieso messen sie eigentlich unterschiedlichen Maßen?
Ich unterstütze deshalb die Streiks der Gewerkschaft Ver.di besonders, solange unsere Manager und Politiker sich selbst einen großen Schluck aus der Pulle nehmen und die kleinen verdursten lassen.

Noch etwas, eine Steigerung von zehn Prozent von 8000.- Euro sind immerhin 800.- Euro. Ihre angebotenen 5 Prozent von ca. 2000.- Euro sind gerade mal 100.- Euro brutto, die Sie auch noch durch längere Arbeitszeiten wieder einfahren wollen. Nur damit Sie einmal die Relation zu einem Abgeordneten sehen.
Ein ziemliches Ungleichgewicht, finden Sie nicht auch?
(Hartmut Laser)