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Missbrauch von befristeten Arbeitsverträgen

Kontra

Auf dem Arbeitsmarkt beobachtet:
Die Befristung von Arbeitsverhältnissen wird von Arbeitgebern immer öfter missbraucht.
Die Probezeit wird bei Neueinstellungen dadurch widerrechtlich verlängert, wenn ein Arbeitnehmer für ein Jahr einen befristeten Arbeitsvertrag erhält. Neben Leiharbeit ist das eine weitere Unsitte von fragwürdigen Beschäftigungsverhältnissen, die Arbeitnehmer über einen langen Zeitraum verunsichern. Wenn es dann immer noch nicht reicht, oder wenn die Leistung hoch gehalten werden soll, wird die Befristung noch mal um ein weiteres Jahr verlängert. Diese Arbeitsverhältnisse werden immer häufiger besonders in Vertriebsbereichen angewandt. (Hartmut Laser)

Gesetzlicher Auszug: Die Befristung eines Arbeitsverhältnisses ist grundsätzlich nur zulässig, wenn es für sie einen sachlichen Grund gibt. Dies ist der Fall, wenn
• der betriebliche Bedarf an der Arbeitsleistung nur vorübergehend besteht,
• die Befristung im Anschluss an eine Ausbildung oder ein Studium erfolgt, um den Übergang des Arbeitnehmers in eine Anschlussbeschäftigung zu erleichtern,
• der Arbeitnehmer zur Vertretung eines anderen Arbeitnehmers beschäftigt wird,
• die Eigenart der Arbeitsleistung die Befristung rechtfertigt,
• die Befristung zur Erprobung erfolgt,
• in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe die Befristung rechtfertigen,
• der Arbeitnehmer aus Haushaltsmitteln vergütet wird, die haushaltsrechtlich für eine befristete Beschäftigung bestimmt sind, und er entsprechend beschäftigt wird oder
• die Befristung auf einem gerichtlichen Vergleich beruht.

4. Die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsverhältnisses ist für eine Dauer von höchstens zwei Jahren auch ohne sachlichen Grund zulässig. Das Arbeitsverhältnis kann während der Gesamtdauer von 2 Jahren insgesamt dreimal verlängert werden, wobei sich die jeweilige Verlängerung unmittelbar anschließen muss.