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KommunalpolitikBetreuungsgeld gefährdet unsere Kitas

Fernhalteprämie statt Kitaförderung

Hallo Herr Hahne, auch Ihnen muss mal gesagt werden dass Sie sich im Ton vergreifen.

In einem Bericht in der Bild am Sonntag "Streit um Kitas" beschreibt Peter Hahne das quengelnde Kleinkinder quasi vom Kreissaal in die Kitas abgeschoben werden. Herr Hahne, meiner Meinung nach gehen Sie so vor, wie Sie die Streitgespräche um das Betreuungsgeld wie Sie es selber anprangern.

Die Wahlfreiheit der Eltern wird weder mit noch ohne Betreuungsgeld eingeschränkt, das ist Fakt.

Das Streitthema ob man Eltern finanziell unterstützen soll, die ihre Kinder zu Hause erziehen sollten man aber auch aus Sicht von Städten und Gemeinden betrachten.

In unserer Gemeinde Ravenstein reduzieren wir unsere Kindergärten gerade von vier Einrichtungen auf einen Kindergarten bis zum Jahre 2014 wird das umgesetzt. die Gründe sind einfach, immer weniger Kinder werden geboren und immer höhere Kosten entstehen weil mehr Personal für die Kinderbetreuung vorgehalten werden muss.

Eine Kleinkindergruppe braucht (egal wie viele Kleinkinder angemeldet werden) mindestens zwei Vollzeitkräfte. Dabei sind die zuständigen Fachkräfte darauf bedacht, kein Kind unter einem Jahr anzunehmen weil das Kind eine Kita noch gar nicht verkraften kann. Zur einer Eingliederung in eine Kita findet ein abgestimmter Übergangsprozess statt, wenn ein Kind mit mindestens zwölf Monaten in eine Kita kommt, dann sollte die Mutter als Begleitperson solange in der Kita vor Ort dabei sein, bis sich das Kind an eine bestimmte Betreuungsperson gewöhnt hat. Erst dann kann sich die Mutter zurückziehen und nicht wie Sie schreiben:

"wie quengelnde Kleinkinder quasi vom Kreißsaal in die Krippe abgegeben werden und die Eltern sich am Fenster die Nasen platt drücken, um dem heulenden Heimweh schnellen Trost zu spenden?" Zitat ende. Die Kommunikation zwischen der Erzieherin in der Kita und der Mutter muss ständig bestehen um eine fachgerechte Betreuung zu gewähren.

Sie schaden mit Ihren Aussagen den Fachkräften, die sich um eine fachgerechte Betreuung in einer Kita bemühen, sehr. Natürlich auch Eltern, denen Sie unterstellen ihre Kinder einfach abzuliefern. Das bezeichnen Sie auch noch als Wahrheit. Als Stadtrat der Gemeinde Ravenstein bin ich entsetzt über Ihre Unverfrorenheit Eltern so zu diffamieren. Nur als Hinweis, ein Kleinkindplatz in einer Kita kostet bei uns in Ravenstein pro Monat ? 287,- für sechs Stunden Betreuungszeit. Da wir nicht genügend Anmeldungen bekommen um die Kleinkindgruppe einzurichten können wir uns das finanziell gar nicht leisten. Bei einer Betreuung von über sechs Stunden müssen größere Räumlichkeiten mit Kinderbetten vorgehalten werden. Ich weiß nicht was Sie in Ihrer Nähe beobachten, bei uns funktioniert so etwas nicht. Wichtig ist noch das wir die Eltern nicht zwingen können die Kinder in unsere Einrichtungen zu bringen. Die Eltern haben Wahlfreiheit und können Tagesmütter oder betriebliche Kindergärten in Anspruch nehmen. Wir als Gemeinde haben aber Auflagen zu erfüllen. Wenn dann noch die Eltern finanzielle dafür Entschädigt werden, dass sie ihre Kinder zu Hause lassen, dann erzeugt die Bunderegierung ein Kindergartensterben. Ob ein Betreuungsgeld mit der Verfassung konform ist, ist ebenfalls strittig.

Unsere Forderung ist deshalb wichtig, wir wollen Kitaplätze die Kostenfrei sind und die Gemeindekassen nicht zusätzlich belasten. Vorschulbildung darf nicht nur vom Geldbeutel der Eltern abhängig gemacht werden.

Hartmut Laser

Veröffentlicht am 30.04.2012

 

KommunalpolitikArbeitnehmer haben umfangreiche Rechte!

Das steht ihnen zu!
Hätten Sie das gewusst?

Minnijobber und 400 Euro-Jobber sind geringfügig
Beschäftigte und haben Anspruch auf: Lohnfortzahlung, Mutterschutz, bezahlten Erholungsurlaub, Anspruch auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag und so weiter.

Wir haben den Verdacht, dass einige Arbeitgeber im Bauland die Unwissenheit ihrer Mitarbeiter ausnutzen.

Arbeitsrechtliche Verpflichtungen des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer. Unternehmer haben gegenüber ihren Mitarbeitern eine Reihe von arbeitsrechtlichen Pflichten zu erfüllen. Dies gilt auch für Minijobs.

Der Arbeitgeber muss beispielsweise
• bei unverschuldeter Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit bis zu sechs
Wochen lang Entgeltfortzahlung an den Arbeitnehmer in Höhe des ihm zustehenden regelmäßigen Arbeitsentgelts leisten,
• bei Schwangerschaft im Rahmen der Regelungen des Mutterschutzgesetzes der Minijobberin während der Zeit von Beschäftigungsverboten sowie der Zeit der Mutterschutzfristen Entgelt fortzahlen
• dem Arbeitnehmer bezahlten Erholungsurlaub gewähren und zwar mindestens für die Dauer des gesetzlich vorgeschriebenen Urlaubsanspruchs (in der Regel vier Wochen),
• für die Arbeitszeit, die wegen eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt fortzahlen und
• Kündigungsfristen beachten. Soweit im Arbeitsvertrag keine anderen Regelungen getroffen wurden, kann das Arbeitsverhältnis von beiden Parteien mit einer Frist von vier Wochen zum 15. des Monats oder zum Monatsende gekündigt werden.

Veröffentlicht am 04.03.2008

 

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